Wie verläuft die OP bei einer Brustvergrösserung?
Sie haben hier mehrere Möglichkeiten zur Wahl. Sie können zwischen runden oder anatomischen Implantaten wählen. In der Rubrik Brustimplantate erfahren Sie über die verschiedenen Arten der Brustimplantate mehr. Eine Standardform des Schnitts ist unter der Brustfalte, wobei es auch andere Methoden gibt, z.B. wenn ein Brustimplantat durch die Brustwarze oder über die Achselhöhle eingesetzt wird. Der häufigste Schnitt unter der Brustfalte ist auch der „sicherste“, da hier das Risiko der Komplikationen fast zu 95% gemindert werden kann. Da die horizontalen Narben sowieso fast unsichtbar werden und unter der Brustfalte liegen, ist diese Form der OP bei vielen Ärzten die beliebteste. Nur in Ausnahmefällen wird eine OP durch die Achselhöhle geraten. Noch viel wichtiger als der Schnitt selbst ist die Positionierung der Implantate- idealerweise unter dem Brustmuskel. Nur in Ausnahmefällen wird dazu geraten, meistens nur ein anatomisches Implantat oberhalb des Brustmuskels zu setzen.
Risikofälle bei Brustvergrösserung
Risiken bei einer Brustvergrösserung sind bei weitem nicht so häufig, wie bei den anderen Operationen, wie zum Beispiel bei einer Bauchdeckenstraffung. Dennoch kann es zu sogenannter Kapsulation kommen. Dabei wird das Implantat vom Körper abgestossen, was verursacht, dass das Implantat herausgenommen werden muss. Zu diesen Komplikationen kommt es zwar nur in Einzelfällen, trotzdem kann kein Arzt dieses Risiko im Voraus zu 100% ausschliessen. Eine weitere Komplikation wäre die einfache Entzündung der Narbe. Hier muss v.a. in den nächsten 5 Tagen nach der OP beachtet werden, dass der Verband gewechselt und die Narbe desinfiziert werden soll.
Postoperative Pflege bei der Brustvergrösserung
Der Spitalaufenthalt beträgt bei dieser OP 1 Tag. Wenn Sie diese Art der OP im Ausland aus Kostengründen durchführen wollen, müssen Sie die postoperative Pflege selbst in die Hand nehmen, bzw. müssen Sie dafür sorgen, dass Sie entweder zur Nachsorge länger (bis zu 7- Tage) im Ausland bleiben oder nach dem Rückkehr jemanden haben, der Ihnen die Wunden desinfizieren kann oder den Verband wechselt. Wenn Sie wollen, können Sie dies auch selber übernehmen, sollte es jedoch zu Komplikationen kommen (5% Risiko der Fälle), sollten Sie lieber zum Arzt gehen. Hier haben Sie entweder die Wahl, zum Arzt ins Ausland zurückzukehren (hier ist die postoperative Nachsorge kostenlos) oder sich auf Eigenkosten (je nach Höhe Ihrer eigenen Franchise) im Inland behandeln zu lassen. Bei der Bauchdeckenstraffung ist es wichtig, eine Kompressionswäsche regelmässig zu tragen und in der ersten Woche nach der OP die Wunde zu desinfizieren, damit es nicht zur Entzündungen kommen kann. Ob Sie das Risiko (5%) zwecks Kosteneinsparung in Kauf nehmen wollen, bleibt nur Ihnen überlassen. Natürlich passiert in Normalfall (95%) nichts, wenn aber, dann müssen Sie die postoperativen Nachsorgekosten unter Umständen selber tragen, da die einheimische Krankenkasse nichts übernimmt.


